Tourismus­gesinnungs­studie 2025

Ein Blick hinter die Zahlen

So erleben die Ötztaler:innen den Tourismus im Tal

652 Mitglieder von Ötztal Tourismus aus allen sechs Gemeinden nahmen an der Online-Befragung teil. 80 % der Teilnehmer:innen stammen aus Sölden, Längenfeld und Umhausen.
Ziel der Studie ist es zu verstehen, wie der Tourismus den Alltag im Tal prägt – im Guten wie im Schwierigen.

Essen, Trinken, Backen, Längenfeld, Mesner Haus, Längenfeld, Huben, Gries

Tourismus ist Lebensgrundlage

Die Ötztaler:innen wissen: Tourismus sichert Arbeitsplätze, Wohlstand und Infrastruktur.
Ob Freizeitangebote, Nahversorgung oder Gastronomie – vieles wäre ohne ihn nicht denkbar.
80 % sehen den Tourismus positiv, 91 % bewerten das Ötztal als attraktiven Lebensraum.

Alltag stark vom Tourismus geprägt

Der Einfluss des Tourismus wird deutlich gespürt – meist positiv, aber nicht ohne Reibung.

Top bewertet:
  • Arbeit & Freizeit: Besonders in Sölden, Längenfeld und Umhausen schätzen rund 75 % die positiven Auswirkungen.
Kritisch gesehen:
  • Gästeanzahl: Zwei Drittel sagen „genau richtig“, doch in Sautens (49 %), Oetz (42 %) und Haiming (38 %) empfinden viele das Aufkommen als zu hoch.
  • Mobilität: Zwischen 37 % und 45 % der Befragten empfinden Verkehr und Erreichbarkeit als eingeschränkt.

Haltung im Wandel

Die Einstellung zum Tourismus ist insgesamt positiv, wird aber kritischer:

  • Jüngere sehen Tourismus skeptischer als ältere Generationen.
  • Im vorderen Tal ist die Zurückhaltung stärker ausgeprägt als im hinteren.
  • Menschen in Oetz (25 %), Sautens (19 %) und Sölden (18 %) nennen häufiger negative Einflüsse auf die Lebensqualität.
  • Umhausen zeigt sich besonders positiv: 75 % sehen den Tourismus als Bereicherung – der höchste Wert im Tal.

Drei Themen bewegen das Tal

  1. Verkehr & Mobilität
  2. Lärm, Partytourismus & Ruhebedürfnis
  3. Leistbarer Wohnraum & Lebenshaltungskosten

Was sich die Menschen wünschen

Die Befragten formulieren klare Erwartungen für die Zukunft des Tourismus im Ötztal:

  • Mehr Lösungen im Verkehrsbereich
  • Schutz der Natur stärken
  • Weniger Lärm und weniger Partytourismus
  • Qualität vor Masse

Der langfristige Wunsch für das Tal ist eindeutig: mehr Qualität, weniger Masse.

Unterschiede nach Gemeinden

Gemeinde
zentrale Anliegen laut Befragung
Haiming Natur & leistbarer Wohnraum
Längenfeld

Verkehr & Regionalität

Oetz / Sautens Verkehr & Naturschutz
Sölden Partyexzesse reduzieren, Ortsbild stärken
Umhausen Verkehr & Wohnraum

Fazit

Der Tourismus ist und bleibt Rückgrat und Herausforderung zugleich.

Er schafft Arbeitsplätze und Wohlstand – verlangt aber nach Augenmaß, Qualität und Dialog.

Die Tourismusgesinnungsstudie 2025 liefert dafür eine wertvolle Grundlage: ehrliche Rückmeldungen aus dem Tal – für eine gemeinsame Zukunft im Gleichgewicht.